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Futaba FF9 - 1
Futaba FF9 - 2
Futaba 9Z

 
 

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Erfahrungsbericht der Futaba FF9
Von Stefan Schwarzinger


Aufgrund der Tatsache, dass mir meine ca. 8 Jahre alte FC-28 keinen sonderlich vertrauenswürdigen Eindruck mehr machte und ich sowieso gerne auf einen Handsender umsteigen wollte, begann ich mit der Suche nach einem günstigen, handlichen und bedienerfreundlichen Sender, bei der für mich 3 Geräte in Frage kamen. Da ich in allen Geräten Futaba-Empfänger verwende, war eigentlich schon klar, dass ich mich für einen Sender aus dem Hause Futaba entscheiden sollte. Des weiteren sollte der Sender von der Software auf das Wesentlichste, im Helibereich benötigte reduziert sein und nicht über 1000 Euro kosten.

Nach etwa 37-maligen Durchblättern des Kataloges eines europaweit bekannten Geschäftes, hatte ich mich endgültig für die FF-9 entschieden.

Nach dem öffnen der Verpackung fiel mir sofort auf, dass der Sender werksseitig mit "Rechts-Gas" ausgeliefert wird und von "Links-Gas-Fliegern" wie mir vor dem ersten Einsatz umgebaut werden muss. Nach dem Entfernen des steckbaren HF-Moduls, können die vier Schrauben des Gehäuses entfernt werden, was Einblick in den Sender verschafft. Zum Ändern der Knüppelbelegung müssen die beiden schwarzen Platten vertauscht werden. Nach Verschließen des Gehäuses kann das HF-Modul wieder eingesetzt werden und der im Set beinhaltete 700mAh-Akku angeschlossen werden.

Wie bei Handsendern üblich, ist der obere Gehäusedeckel auch bei der FF-9 in Alu-Optik gefertigt, was mit den acht Schaltern, den zwei seitlich angebrachten Schiebereglern und den 3 Drehreglern einen Edlen Look verleiht.

Die Programmierung erfolgt über vier Tasten und über den 3D-Hotkey, der besonders bei der Einstellung von Gas- und Pitchkurven viel Tipparbeit erspart.

Die digitale Trimmung, die inzwischen üblich ist, speichert sämtliche Trimmwerte einzelner Modelle, die mit dem Auswählen von einem der 6 in der Hardware vorhandenen Modellspeicher automatisch aktiviert werden.

Wer die FF-9 im Lehrer-Schüler bzw. Simulatorbetrieb einsetzen will, dem wird schnell auffallen , dass die DSC-Buchse zwar gleich viele aktive Pole, aber eine andere, kompaktere Form besitzt. Ich habe auf ein mögliches Umlöten der alten Stecker verzichtet, da der Original-Stecker für neun Euro zu haben ist und etwas Lötarbeit erspart.

Am ersten "Kampftag", der aufgrund des Umgewöhnens auf den Handsender mit dem Fliegen einfacher Überschläge und Rollen verbracht wurde, fiel auf, dass die Spannung des S-Akkus bereits nach circa zwei Stunden unter 9,6 Volt abfällt, was wohl auf die klein dimensionierte Kapazität zurückzuführen ist. Nach Einbau eines 1850mAh-Twicell Nimh-Akkus liegen die Betriebszeiten bei etwa fünf bis sechs Stunden.

Die kleineren Knüppelwege verleihen ein "agileres" Steuergefühl, was für FUN-FLY und 3-D sicher von Vorteil ist.

Die Software:
Die Software ist in "Heli", "Glider" und "Acrobatic" gegliedert, wobei in den Unterteilungen zwischen Taumelscheibentyp "SWH1, SWH2, SWH4 und SR-3" bei Hubschraubern, zwischen "1FLP und 2FLP" bei Seglern und einer konstanten Parameterisierung bei Motormodellen auszuwählen ist.

Bei Heli-Programmen gibt es die Möglichkeit einen "Throtthle-Cut" zu programmieren, was einem beim Abstellen des Motors in der Schwebeflug-Gasvorwahl erspart die digitale Trimmung des Motor-Kanals zu verstellen. Die Gas- bzw. Pitchkurven, bei denen nur 5 programmierbare Punkte vorhanden sind, interpolieren die Kurven zwischen den Punkten um einen unregelmäßigen Gas- bzw. Pitchweg zu verhindern. Fliegerisch ist entsprechender Abstimmung des Reso-Rohrs bzw. des Motors kein Unterschied zu 9- oder 12-Punkt Kurven spürbar. Für alle, die einen Futaba-Gyro verwenden gibt es jetzt die Möglichkeit, im Gyro-Modus "GY" auszuwählen, was eine aufwändige Einstellung nahezu überflüssig macht. Wer eine Gemischverstellung benutzt, kann auch bei der FF-9 zu den 3 Gaskurven jeweils Gemischkurven dazuprogrammieren.

Die 3 frei programmierbaren Mischer, von denen einer mit einer Kurve programmiert werden kann, sind für eine Gasbeimischung zu Taumelscheibe und Heckrotor verwendbar, was den Einsatz eines Reglers in den meisten Fällen überflüssig macht. Expo lässt sich selbstverständlich auch einsetzen.

Im ACRO-Programm, das im Prinzip gleich ausgeführt ist, wie bei den meisten anderen Sendern, lassen sich Throtthle-Cut, und Fail-Save gleich einstellen, wie im Heli-Programm. In diesem Programm sind allerdings sieben frei einsetzbare Mischer vorhanden, von denen 2 in Form einer 5-Punkt-Kurve verwendet werden können. In großen Kunstflugmaschinen, bei denen mehrere Servos hintereinandergehängt werden, dürften so viele Mischer von Vorteil sein. Querruderdifferenzierung lässt sich wie üblich einstellen. "Speedbrakes", bei denen Quer-, Höhenruder und Klappen eingesetzt werden, sind in einem Menüpunkt "Air-Brake" zu finden. Diverse andere Klappen-Kombinationen sind ebenfalls möglich. Die Programmierung eines möglichen V-Leitwerks ist gleich wie bei allen anderen Sendern durchzuführen. Die Aktivierung eines Throtthle-Delays ist von Vorteil, wenn ein Motor ruckartiges gasgeben nicht verkraftet. Eine Gemischkurve ist hier ebenfalls mit 5 Punkten einsetzbar, was bei einem geraden Gasweg meist allerdings nicht nötig sein dürfte.

Das GLIDER-Programm ist allgemein gleich ausgeführt, wie die ACRO-Version, jedoch anstatt der Gemischver mit einem "Start- und einem Speed-Offset" ausgeführt.

Allgemein: Futaba ist mit der FF-9 sicherlich ein Sender gelungen, der zu einem durchaus erträglichen Preis alle alltäglichen Programmier-Möglichkeiten bietet und von der Menüführung her so aufgebaut ist, dass man sich sehr schnell zurechtfindet. Meiner Meinung nach liegt die FF-9 besser in der Hand als ihre wesentlich teurere, große Schwester 9Z. In den bei mir jetzt ca. 300 Betriebsstunden hat die FF-9 jetzt- wie nicht anders zu erwarten - problemlos funktioniert. Auch die bei einigen Kollegen auftretenden "Displayfehler" sind bei mir nicht zu sehen...! Ich bin von diesem Sender begeistert und werde sicherlich dabei bleiben!

Euer Stefan