Als ewig suchender von etwas neuem, und derzeit total dem Elektrofieber verfallenen (nicht nur beim Hubi- fliegen sonder auch im Flächenflug) hat es mich natürlich sehr interessiert als ich von diesem Lader gehört habe. Die Daten hören sich ja verlockend an.
- Akkutypen: NiCd, NiMH, Pb, Li-Ion, Li-Po, Li- Tadiran, RAM (rechargeable alkaline batterien)
- Max Ladestrom 9,9A
- Max Entladestrom 9,9A
- Max Ladeleistung 250W
- Max Entladeleistung am Netzteil 35W
- Max Entladeleistung mit Rückspeisung in die Autobatterie 250W
- Rückspeisung ab 3V möglich
- Step down Wandler -> auch bei Einzelzellen volle lade/entlade ströme möglich
- Innenwiderstandsmessung -> Kabel und Steckverbindungen werden zwar mit gemessen, aber für Vergleich von Zellen spielt das keine Rolle.
- Abschaltung bei NiCd und NiMh wählbar:
temperatur, delta peak oder inflex (keine überladung der akkus, längere lebensdauer)
- Fast mode (dazu später noch mehr)
- reflex laden -> kurze starke Entladeimpulse während der Ladephase verringern den Memory Effekt von Akkus.
- Formierungs und Regenerations Programme für Akkupflege
- PC Software, Schnittstellenkabel und Temperaturfühler im Lieferumfang
- Ladespannung bei Li-Accus geringfügig in 0,01V schritten verringerbar
- Drehzahlgeregelter leiser Lüfter der bei bedarf zugeschaltet wird
- kein schwerer Kühlkörper, das schont das kreuz beim tragen der Startbox ;-) Beleuchtetes Display
Pfor…, und das bei diesen kleinen Abmessungen…, scheint ja sensationell zu sein!
Muss ich haben. Helmut Felderer ( www.eheli.at) hat dieses gerade in Einführungs- Aktion, also gleich zum Telefon, ein wenig plaudern und - was soll ich sagen, schon bestellt. Nun habe ich schon wieder einen neuen Lader zu hause.
Nach 4 Tagen was dann der Postler bei uns, und hat ein (sehr) kleines Packet zum abgeben.
Also sofort auspacken und ansehen. Man, ist das Teil klein, und das alles soll es können? Gleich Probieren. Beschreibung lesen - wer braucht das schon - ist ja nicht das erste Ladegerät das ich habe, Beschreibung lesen ist nur was für Warmduscher ;)
Anstecken, aha, Start, ähmmm…, ein mal hier tippen, mal da…, so ein schmarn, ich kenn mich damit nicht aus.
Also doch mal die Beschreibung zur Hand nehmen. Ahaaaa, 8 Speicherplätze für Accutypen. Was soll ich sagen, nach 10 Min und - ok, ich gebe zu - einem Telefonat vor dem Beschreibungslesen mit dem Helmut, hatte ich es dann geschnallt. Ist eigentlich ganz easy. Zuerst stellt man im Speicherplatz ein, was für ein Akku, dann was man will. Dabei stehen einige Optionen offen. Nur Laden, nur Entlade, Laden-Entladen, Eltladen-Laden. Danach ist man schon wieder fertig und der Akku Typ ist programmiert.
Vor dem eigentlichen Ladebeginn kann man dann noch den Lade und/oder den Entladestrom einstellen. Ab hier wird es aber erst wirklich interessant.
Habe gleich mal meinen 10S2P Lipopack entladen. Das geht optimal, weil man beim Pulsar2 beim Entladen, Lipo- Akkus angeben kann, und so sicher sein kann das bei 3.07 Volt abgeschaltet wird. Also habe ich gleich mal 4A Entladestrom eingestellt, 9A kann der Lader. Aber irgendwie steigt der Entladestrom nicht über 0.8 A an. Ahhhhh…, 35 Watt Entladeleistung am Netzteil. Aber hat man den Lader an der Autobatterie hängen so kann man mit dem Lader in die Autobatterie zurückladen!!!! Damit ist es möglich auch so hohe Ströme wie 9A zu Entladen. Find ich eine super Funktion!!
Beim Laden gibt es auch mehrere neue Features.
z.B. im Lipomodus. Da hat man die Möglichkeit den FAST Modus einzuschalten. Damit lädt der Lader bis zur Ladeschlussspannung von 4.2 Volt mit vollem Strom. Damit ist der Akku schneller voll, was gerade am Flugfeld eine tolle Sache ist, mit dem kleinen Nachteil das nicht ganz so viel Kapazität reingeladen wird, wie z.B. beim normalen Lipo Ladeprogramm.
Hier eine Grafik zur Veranschaulichung.
Laden im Fast-Modus:
Laden im Normal-Modus
Hier sieht man schön den Unterschied zu den Ladeverfahren. Im Fast-Mode sind zwar "nur" 3470mAH hinein gegangen, war aber um 30 Min früher fertig. Im Normal-Mode sind um 144 mAh mehr hineingegangen, hat aber auch ca. 30 min länger gedauert. Daher ist der Fast-Mode optimal fürs Flugfeld, wobei man zuhause im Normal-Mode den Akku schön langsam wieder aufladen kann, was natürlich der Lebensdauer den Akkus nur zugute kommt.
Damit sind wir aber auch schon beim nächsten Teil der Ausstattung des Laders. Die Schnittstelle und die Software sind standardmäßig schon dabei. Diese ist Kinderleicht zu bedienen und gibt einen schönen Überblick was gerade gemacht wird und die sich der Akku "entwickelt". Interessant ist das kleine Übersichtsfenster, wo genau angezeigt wird was sich gerade tut. Hier sieht man sehr schnell und übersichtlich die derzeitige Akku Spannung, den Ladestrom, die geladene oder entladene Menge die Zeit, die Akku Temperatur (natürlich nur bei angeschlossenen Temperatur Fühler - ist im Lieferumfang enthalten!) und eine Tendenzanzeige der Spannung in mV/min.
Auch für die anderen Akkutypen hat der Lader ein paar "Schmankerln" parat. Beispielsweise hat man die Möglichkeit den Delta Peak Punkt einzustellen (high - spätere Abschaltung oder low - frühere Abschaltung) aber bei beiden Varianten wird der Akku unnötig Warm. Daher haben die Entwickler ein neues Abschaltverfahren entwickelt das sich "INFLEX" nennt. Damit wird eine volle Ladung ohne die nachteilige Erwärmung der Zellen erreicht. Habe keine Ahnung wie das genau Funktioniert, aber beim Laden klappt es vorzüglich ;).
Formier-Funktion ist und sollte bei solchen Ladern so wie so selbstverständlich sein, hat er auch, habe es aber noch nie benutzt.
Interessant ist die Möglichkeit das Testen der Akkuzellen. Damit ist es relativ einfach möglich seinen Zellen zu sortieren und wenn nötig auszuscheiden.
Wenn man kein hochgenaues Labormessgerät (auf tausenztel Volt) zum Ausmessen der Akkus hat, kann man dies nun mit dem Pulsar 2 machen, da dieser auf 3 Stellen hinter dem Komma genau misst. Und dies bis zu 12 Lipo- Zellen. Weiters hat es eine genaue Innenwiderstandsmessung und eine Spannungsmessung unter Belastung. Habe dies natürlich gleich probiert, und, ein paar Akkus die ich so umherkugeln hatte gleich entsorgt.
Eine Kleinigkeit ist mit allerdings negativ aufgefallen. Es ist die Art der Lipo- Erkennung. Bei meinem vollen Pack erkannte der Lader 11 statt 10 Zellen. Bei halb lehren Pack erkannte er die richtige Zellenanzahl.
Zwar muss man bei jedem Ladevorgang die korrekte Anzahl der Zellen bestätigen, aber ich dacht mir, dies ist - gerade bei Lipo- Akkus - sicherheitsrelevant, rief beim Felderer Helmut an, ob es nicht gescheiter währe, automatisch eine Zelle weniger bei der Erkennung vorzugeben, damit dem Akku nichts passieren kann, sollte man versehentlich auf Enter gedrückt haben ohne die Zellenanzahl richtig zu stellen. Und prompt bedankten sich die Hersteller und es wird dieses Update der Software bei allen neuen Ladern die ab jetzt ausgeliefert werden schon geben. Die Lader die schon bei den Kunden sind können auch auf die neue Software upgedatet werden.
Was mich zum letzten Punkt meines Berichtes bringt. Auf ein solches Update braucht man nicht lange zu warten. Hr. Felderer (www.eheli.at) übernimmt das Service dafür, und so ist eine sehr schnelle Abwicklung von Updaten, Reparaturen oder sonstiges gewährleistet.
Nachdem ich so begeistert war vom Pulsar 2, musste ich natürlich sofort Harry Zupanc (www.heli4you.net) davon erzählen - und typisch für ihn - erst mal skeptisch. Aber nachdem es er auch probiert hatte, war er sehr begeistert und wird es in sein Sortiment aufnehmen.
Bilder habe ich auf meiner Homepage (http://www.yesyes.rc1.at/pulsar2) für euch zusammengestellt und kann diesen Lader nur empfehlen. Das Preis- Leistungsverhältnis ist super und die Qualität absolut TOP.
Yes Yes Rudi Schneeberger
www.yesyes.rc1.at
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