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Spectra II von Ginzel
Bericht von Yes Yes Rudi (schneeberger@isc-online.at)


Obwohl ich schon länger den Intellicontroll von Simprop habe und damit auch sehr zufrieden bin, er hat noch nie Probleme gemacht, war ich doch auf der Suche nach einem Lader, einerseits weil ich ein Technik-Freak bin (siehe Futaba 9Z) und andererseits weil mit der neuen Akkutechnologie (LiPos) der "alte" Intelli nicht mehr ganz Up To Date war.

Dann die Qual der Wahl. Schulze, Ginzl oder Orbit. Es war ein langes hin und her. Schulze gut aber teuer. Orbit auch gut aber nicht so schön. Spectra II günstig und lt. Beschreibung ein super Gerät. Aber auch keine Schönheit. Wie gesagt, Technik- Freak und immer auch auf das Aussehen bedacht. Schulze Lader haben mir schon immer gefallen, aber meine Brieftasche sagte nein.

Außerdem dachte ich mir, was der Schulze kann, kann doch der Spectra auch. OK, vielleicht nicht ganz, aber der Mehrpreis…., na ja. Lange rede, kurzer Sinn, wollte dann den Spectra, weil ich den auch noch nach meinen Wünschen optisch verändern kann, was bei den anderen nicht geht. Also Harry Zupanc (www.heli4you.net) angerufen und bestellt. Auch ist da die ganze elektronische Beschreibung mit allen drum und dran dabei, und das interessiert mich sehr.

Den Spectra gibt es auch als Bausatz, keine Frage, so will ich ihn haben. Mit zweiten Ladeausgang, Hintergrund beleuchteten Display, und Computeranschluss.

Nach drei Wochen habe ich ihn nun bekommen. Und sofort - Harry Zupanc kann es bestätigen - sofort habe ich zu bauen begonnen. Konnte es nicht mehr abwarten. Er sagte: "Wenn ich nur bei allen was zu erledigen ist so schnell währe…..". Aber das ist eine andere Geschichte ;).

Also ganz aufgeregt auspacken und die Teile sortieren. Mann, sind da Teile drin. Ich bin kein Freund von Beschreibungen, aber da musste es wohl sein. Also Schritt für Schritt vorgehen und aufbauen.

Es fällt sofort die Topqualität der Platine ins Auge. Doppelseitig und super bedruckt wo die einzelnen Bauteile hingehören. Also, Löter anstecken und loslegen.

Im nachhinein muss ich aber sagen, die Anleitung vorher einmal von vorne bis hinten durchzulesen, währe kein Nachteil gewesen, da ich mir viel "Nachschauarbeit" - was ist das für ein Wort - erspart hätte.

Nun zum Aufbau. Trotz der großen Menge an Bauteilen geht der Aufbau recht schnell von der Hand. Dazu muss gesagt werden das ich schon lange keine Schaltung mehr selber aufgebaut habe und daher sehr vorsichtig zu werke gegangen bin. Außerdem ist es eine doppelseitige Platine, und wenn da mal ein Bauteil drinnen ist, geht es nur sehr widerspenstig wieder raus. Habe solche Angst davor gehabt was falsch einzulöten, das ich "saulangsam" war beim Zusammenbau. Habe um ca. 18:00 Uhr angefangen und mehr oder weniger die ganze Nacht gebraucht bis er ganz fertig war.

Hr. Ginzel schreibt, das alles bis auf die Endstufen zuerst gemacht werden soll, um dann zu testen ob der Prozessor und alles drum herum funzt. Mann war ich froh, als sich der Lader bei dem ersten Test genau so meldete wie er sollte. Alles in Ordnung und richtig auf seinem Platz. Lader funktionierte, und so konnten die restlichen Bauteile eingelötet werden.

Danach wieder ein Test, nun mit den Endstufen. Optimal, und dies ist sicher einer der Vorteile wenn man den Lader selber zusammenbaut, das man auch später, wenn mal etwas nicht funktioniert, selber was machen kann, da man mit der Funktion besser vertraut ist.

Auch bei diesem Test alles in Ordnung. Der Lader funktioniert so wie er soll. Pfuhhhh…, war ich froh.

Also zum zweiten Ladeanschluss. Sind ja nur ein paar Teile. Das geht schnell. Aber nicht wenn das Ei schlauer ist als die Henne. Anders ausgedrückt, wenn Rudi schlauer ist wie Hr. Ginzel.

Der zweite Ladeausgang ist für Akkus mit 4 oder 5 Zellen und 0.5 A Strom. Das war mir zuwenig. Hr. Ginzel schreibt in der Beschreibung, man kann bis 1 A am zweiten Ladeausgang laden. Das hört sich ja schon besser an. Also den Widerstand der den Ladestrom begrenzt schnell anhand der Formel, die in der Beschreibung abgedruckt ist berechnet und...…., ja,… ich hab ja keinen Widerstand mit 0,25 Ohm.

Was soll's, 0.25 Ohm ist ja eh fast nix, also eine Drahtbrücke rein, das passt schon.
Denkste, ist ja nicht zu glauben, der zweite Ladeausgang verweigerte hartnäckig die Zusammenarbeit. Im nachhinein betrachtet, kein Wunder bei abgeschossener Endstufe.
So wurde ich zum Endstufenmörder ;).

Kein Problem, eine neue gekauft (weiß nicht, 1 Euro oder so), drei 1 Ohm Widerstände parallel und alles war in Butter, der zweite Ladeausgang liefert 1,2 A und schaltet mit Delta Peak ab. Super, alles in Ordnung.

Nun ein paar Worte zu den mechanischen Umbauten die ich machte.
Im originalen werden die Anzeige und der Halter für die Tasten mit Epoxi auf die Frontplatte geklebt. Da mir dies aber nicht gefallen hat, habe ich kurzerhand eine neue gezeichnet wo das Display und die Schalterplatine festgeschraubt werden. Auch eine zweite Frontplatte die über die erste drüber kommt noch gemacht und mit meiner Step4 - ich liebe dieses Teil - schnell gefräst. Damit sieht der Lader nun auch noch super aus.

Zwischenzeitlich habe ich nun schon einige Akkus damit geladen, und kann nur das Beste berichten. Das einzige was mir aufgefallen ist, ist das leise zwitschern des Laders wenn über 5A Ladestrom fliesen. Dies ist das einzige was ich als negativ zu berichten habe.

Die Ladeprogramme sind sehr sehr leicht zu bedienen. Dies ist möglicherweise deswegen wichtig, weil es doch Modellflieger Kollegen gibt, die das anschaffen eines Computerladers scheuen, da die Bedienung normalerweise recht kompliziert ist. Aber bei disem nicht. Es ist wirklich so, Akku, NC oder NiMh angehängt, Enter gedrückt und fertig. Alles andere macht der Lader selber. Wer seine Fernsteuerung einschalten kann, kann auch mit dem Lader umgehen.

Auf die einzelnen Funktionen möchte ich hier nicht eingehen, da diese auf der Ginzel HP sehr gut beschrieben werden.

Es hat sich die Entscheidung für den Spectra II als goldrichtig erwiesen. Ist meiner Meinung nach zur Zeit der Lader mit dem BESTEN Preis / Leistungsdaten.

Weitere Bilder sind auf meiner Homepage zu sehen. Unter Bilder - Sonstige Bilder - Spectra II oder direkt hier: http://www.yesyes.rc1.at/bilder/sonstiges/BilderSpectraII/Thumbs1.htm

Die Upgradeversion des Spectra II (mechanische Befestigung von Display und Tastatur) ist als "GOLD-EDITION" inkl. Wechselfrontplatte und Namensgravur ab sofort exklusive bei Heli4You lieferbar.

Yes Yes Rudi Schneeberger
www.yesyes.rc1.at