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Heli4You Bericht
SYNERGY E9

 

Autor: Peter Türk

         15.11.2007


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SYNERGY E9 Synergizer
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Säe einen Gedanken und du erntest eine Leidenschaft…
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Aus dieser Sichtweise heraus hat das Projekt SYNERGY E9 begonnen, mit den positiven Erfahrungen die ich sammelte beim Umrüsten eines 91er Verbrenner Hubis, deutscher Herkunft, auf Elektroantrieb.
Anfangs natürlich, als eingefleischter Nitro-Junky, hatte ich da schon meine Bedenken ob ich den da auch zufrieden sein werde, weil alle vorangegangenen E-Projekte, na ja, vielleicht was für Zwischendurch waren, aber einem echten getunten 91er Verbrenner nicht das Wasser reichen konnten. Aber für Sonntags, wo eingeschränkter Flugbetrieb für Verbrenner herrscht, braucht der Mann ja auch ein Spielzeug. Hihi, ihr hättet mein Gesicht sehen sollen. Der vormals doch eher recht gemütliche 91er Hubi, weil er wegen dem Rocket Pipe nicht mehr als 12% Nitro vertrug und deshalb in kombinierten Figuren doch eher leicht zum Würgen neigte, entpuppte sich als Drehmomentmonster. In haarigen Figuren, die meinerseits auch nicht besonders sauber durchgesteuert wurden, wie ein Piro-Tic-Toc, oder Piro-Funnel, hielt der die Drehzahl bombenfest, weshalb es da auch weniger Richtung Boden in den Figuren ging. Der Erfahrene Leser, wird meine Begeisterung sicher zwischen den Zeilen lesen können und weiß natürlich was da als nächstes kam und kommen musste. Mehr Akkus mussten ran, so einen Spaß hat man doch gerne ein paar Mal hintereinander.
Man sah mich wieder öfters am Platz…
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Kurze Zeit später erweckte das Dreiachs-V-Stabi mein Interesse.
Für diejenigen die das noch nicht kennen, er ersetzt die mechanische Paddelebene durch elektronische Steuerung und hat in der Dreiachsversion auch die Stabilisierung des Hecks über. Neuen immer aufgeschlossen, sowie doch froh den Hubi etwas lebendiger zu bekommen, musste der auch noch ran. Ja, ich geb’s auch zu, man munkelte da was von Leistungszuwachs. Hehe, aber auf das was da kam war ich nicht vorbereitet. Der erste Start sah in etwa so aus, Abheben, bisschen Schweben, kurzer Test um die drei Achsen, um zu sehen was mich da erwartet und anschließend mit Nick-Überschlägen vorwärts weggestartet als gebe es kein Morgen. Das Ding drehte über Nick so schnell wie vorher um die Hochachse, oh Mann, ich werd heute noch emotional wenn ich an das denke. Endlich mal ein Hubi der fliegt wie ein Shock-Flyer. Wobei ich jetzt weiß wo der Name herkommt, nämlich vom Schock über die Drehrate.
Man sah mich noch öfters am Platz…    
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Säe eine Leidenschaft und du erntest Taten…
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Leider kam es natürlich wie es kommen musste, mein geliebter SYNERGY N9, versank im Dornröschen Schlaf. Er durfte nicht mal mehr mit am auf den Platz. Hier betritt mein lieber Freund Marcus die Szene, welcher da an einen unserer gemeinsamen Freitag Nachmittagen verkündete, er habe sich eine CNC-Fräse gekauft. Da er für die Firma dann und wann mal was zu fräsen hat.
Glaub’ meine Worte waren: „A Frääääsn?.... Hurraaaa“
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Ein kurzer bedeutungsvoller Blick meinerseits, ohne Worte, wusste Marcus, was das zur Folge haben wird. Unser beider geliebter SYNERGY N9 wird seinen Dornröschenschlaf beenden und als SYNERGY N9E erwachen. Die Vorteile des SYNERGY N9 als Basis zum Umbau auf Elektroantrieb lagen für mich glasklar auf der Hand. Bessere Sichtbarkeit wegen höherer Haube, eine Verwindungssteife 12mm Hauptrotorwelle, ein absolut neutraler Rotorkopf und eine Super Heckleistung. Diese wird unbedingt benötigt, speziell in Verbindung von Power-E-Antrieb mit V-Stabi, wenn man kein schwammiges und andauerndes wegdrehendes Heck haben möchte. Denn das maximale Pitch wird in den meisten Elektro Hubis durch die schwache Heckleistung beschränkt. Am SYNERGY N9 konnten wir immer ein Grad Pitch mehr schleppen, das Heck steckte das Mehr an Drehmomentausgleich immer klaglos weg. Die Servos, welche am Umlenkhebel auf 1:2 übersetzen, bringen eine sehr schnelle Steuerreaktion zustande. Gelagert im Mittelpunkt der Drehbewegung werden alle Belastungen dadurch abgefangen und eine Spiel- und Lastfreie Ansteuerung gewährleistet. Hier tragen auch die 5,5mm Kugelbolzen und Kugelgelenke ihres dazu bei. Dies alles eignet sich seeeeeehr gut zum Umbau auf V-Stabi, hier sind schnelle und direkte Reaktionszeiten erforderlich, um gute Ergebnisse zu erzielen ist. Ähnlich einem Kreisel, der eben mit einen schnellen Servo besser arbeiten kann. Nötig hätte es der SYNERGY N9E eigentlich nicht, weil eh schon mehr als wendig genug, aber wer macht schon gern ein „downgrade“ an seinen Lieblingshubi ?!? Außerdem bringt es noch mehr Leistung, bzw. eine längere Flugzeit. Bezüglich Leistung gibt es da schon Motoren die 5kW Peak-Leistung bringen, das bedeutet fast 7 PS, klar Aufnahmeleistung, aber selbst bei schlechtem Wirkungsgrad bleiben da immer noch fast 6 PS über !!! Gut zu wissen dass im SYNERGY N9E ein extra großer Kippkörperfreilauf verbaut ist. Ach ja, die Leistungsdaten des E-Motors wurden durch die Firma Strecker an ihren 435.30 im Flug geloggt.
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Leider stellte sich die CNC Maschine von Marcus für unser Vorhaben als etwas zu klein heraus, kurzum wurde diese gegen ein größeres Exemplar getauscht. Zu Anfangs prüfte ich denn mal durch Messen ob den die Möglichkeit für einen professionellen Umbau auf E, ohne das Erscheinungsbild zu verändern, möglich sei. Es stellte sich heraus das bei der seitlichen Montage der Akkustangen, die Vertiefung der Haube für den Schalldämpfer leider im Weg war. Auch optisch machte die Mulde nicht viel her. Kein Problem, dafür gibt es Spezialisten und ich vergab einen Auftrag zum Bau von Hauben ohne Schalldämpfervertiefung. Als das erste Muster eintraf war die Freude groß und das Projekt konnte gestartet werden. Ein Versuchsträger musste konstruiert werden der einiges an Möglichkeiten bot. Die Ernüchterung folgte aber für meinen Freund Marcus schon während des Fräsens, der sich eine Nacht damit um die Ohren schlug weil er komplett neu in der Materie „fräsen“ einstieg. Das von uns verwendete CFK-Material, Marke extra trocken, wo alle 30cm ein Fräser wechseln angesagt war. Nach neun Tagen, gerechnet von der ersten Besprechung, war der erste Prototyp des N9E fertig gebaut. Jaja, so schlimm kann das E-Fieber einen packen.
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Zum Einfliegen des Prototypen traf sich die „Freitagsnachmittagpartie“, eh klar an einen Freitagnachmittag. Diesmal wusste ich aber schon von der möglichen Drehrate die durch das V-Stabi ermöglicht und es war deshalb vorsorglich alles schon etwas „entgiftet“ eingestellt, klar auch, nach einen halben Jahr V-Stabi Erfahrung ist man ja kein Neuling mehr. Leider stand uns der Strecker 435.30, bei dem Phillip ein Video mitdrehte, noch nicht zur Verfügung. Es wurde da mit einen Actro 32/3 geflogen, der aber auch ganz nett geht. Den Link zum Video findet ihr im Support-Forum der SYNERGY R/C Austria http://at.synergyrc.com
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Was mich bei dem Flug wirklich beeindruckte, war das Heck. Selbst bei „Vogerldrehzahl“, so nennen wir die Niedrigstdrehzahl für 3D, wo nun ja mehr Pitch gesteuert werden konnte ohne den Motor zu würgen. Astrein sauberes Heck, ohne das hier was wegdreht. Die anderen Sachen welche auf dem Video schön zu sehen sind, wie wenn Nick zu einer eh schon hohen Pitcheinstellung dazu kommt, wo der Hubi dann beschleunigt anstatt den Motor niederzuwürgen. Oder eine Todesspirale mit allerschlimmster Nick-Drehrate, oder beim Autorotieren, wo ein derartiger Speed aufgebaut wird das der Rotor fast drüber dreht, waren mir eigentlich keine unbekannten Sachen mehr. Aber dennoch, doch noch einen Tick besser als erwartet.
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Schon beim ersten Prototypen, der eigentlich nur mal gebaut wurde um zu schauen wie sich den ein N9 in E mit V-Stabi bewegt, merkte ich das mit der seitlichen Montage der Akkustangen man zwar ein nahezu unzerstörbares Chassis erhält, jedoch zu dem Preis auf eine gewisse Höhe der Akkus angewiesen zu sein. Begeistert von den neuen Kokam 4000 30C und mit 2C ladbar, und die 5000er schon angekündigt, war also Umbau angesagt, auf einen Zentralschacht der auch größere Akku-Brocken problemlos packen kann.
 
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Jo, da gingen aber die Schwierigkeiten schon los. Am Boden des Schachtes montierte Akkus erfordern einen steifen Schacht wenn man nicht unnötigerweise eine Schwingungsquelle einbauen möchte. Der Schwerpunkt, bei schmalen Akkus, wandert unerwünschter Weise nach ganz unten, also weg von der Rotorebene. Was wir ja nicht so richtig wollen. Ja den, dann nach oben festgeschnallt das gute Stück. Hehe, ich kam mir vor wie der Erfinder der Taumelscheibe. Die Auflageplatten, welche mit rutschfestem Gummi beklebt werden, wurden gleich als Distanzstücke für die unteren Seitenplatten verwendet.
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Der Unterbau dient quasi nur noch als Akkuschutz, Distanzstück und Kufenbügelhalter und kann dementsprechend in extremer Leichtbauweise ausgelegt werden. Eine Aussteifung des Akkuschachtes unten ist nicht notwendig, na da konnte ich mir aber ein kleines Hurra nicht verbeißen, denn das bedeutete ade für das sündteure CFK, in der Knautschzone. Das ziemlich teuere, anfänglich aus Mangel an vorhandenen Kunststoffbügel verwendete CFK-Fahrwerk, wurde abmontiert und durch die von einem lieben Freund gefertigten Kunststoffbügel ersetzt. Diese wurden als Teil des unteren Schachtes konstruiert und fungieren als Akkuauflage beim Montieren desselbigen sowie als Distanzstück zwischen den Seitenplatten, wodurch auf Abstandshalter verzichtet werden kann.
 
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Gut auch, 2g geringeres Gewicht als mit CFK-Fahrwerk, plus notwendigen Abstandhaltern und Gummipuffern. Preis ca. ein Drittel vom CFK-Fahrwerk, meinem Münchner „Spezi“ sei Dank. Kurz zur Erklärung, Gummipuffer benötigt man insofern wenn ein etwas länger lebendes CFK-Fahrwerk gewünscht wird, wegen der erhöhten Biegefreiheit. Direkt verschraubt, vielleicht noch als Abstandshalter dienend, ohne Gummipuffer dazwischen sind die Dinger doch recht knackig. Bei Frankfurtern vielleicht erwünscht, aber die kosten ja auch nicht 30Euro pro Paar. Dieser Aspekt, sowie in punkto Konstruktion, die in kostengünstigeren G10 Material ausgeführt wird, schont den Geldbeutel.
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So jetzt lass ma mal die Technik hinter uns und begeben wir uns zu:
   
„Vom N9E zum E9 Synergizer“
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In meiner unbekümmerten Art und aus Freude über das Projekt, hab ich meinen lieben Freund Harry Zupanc, seinerseits Inhaber von Heli4You, ein Mail geschickt mit Photos vom N9E um ihn über unser gemeinsames Projekt Bericht zu erstatten. Harry war schon insofern beteiligt dass er vorher den Erstentwurf zum E9 erstellt hat und diesen mir zur Verfügung stellte. Er auch unbekümmert in seiner Art, um Denen über dem Teich da zu zeigen das wir auch was drauf haben, leitete er die Photos weiter zum Big-Boss der SYNERGY R/C, den wir beide gut kennen. Ich vielleicht ein biß´l mehr, weil schon mit ihm beim Heurigen in Soos ein paar Mal einen Umtrunk genommen, sowie fein getafelt bei ansässigen Nobelheurigen. Jo, zwei Minuten später gab es eine Antwort auf sein e-Mail, mit dem Auftrag zur Weiterentwicklung bis zur Serienreife, um einen Bausatz E9 Synergizer auf die Beine zu stellen. Harry war schlichtweg „paff“, ich nicht minder als er mich anrief um mir das zu berichten. Auch Macus, unser Zeichenlöffel und CNC Fräser, Olaf unser Spezialist in Sachen Rigid-Kopf-Anfertigung, sowie Phillip unser Soft- und Hardware Organisierer, der auch nicht davor zurückschreckte sich Ärger mit seiner lieben Frau Manu einzuhandeln, indem er eine wertvolle Wäschestange als Halbzeug opferte, die derzeit in unseren Prototypen als Motorträger rumflieg.
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Sollte der Eine oder Andere sich gewundert haben warum da bei der Modellbau Messe in Wien vier Typen hinter dem dort als Weltpremiere ausgestellten E9 Synergizer mit einen Mega-Grinsen im Gesicht gestanden sind, mag es vielleicht davon kommen, das ihnen bewusst war das ihre Freundschaft ihnen zum gemeinsamen Erfolg verholfen hat.
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    Haltet Euch aufrecht.
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Peter „3DPP“ Türk
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Mehr Infos zum SYNERGY E9 auf der HP der SYNERGY R/C Austria
http://at.synergyrc.com

Mehr Bilder zum SYNERGY E9 in der Foto Gallery von Heli4You
http://www.heli4you.net